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Ackerschachtelhalm und seine Heilwirkung

Ackerschachtelhalm
Ackerschachtelhalm - steriler Trieb
Bild von Walter Siegmund (Eigenes Werk)
[GFDL oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0],
via Wikimedia Commons

Den Ackerschachtelhalm findet man überwiegend auf Ackerland und Wiesenrändern, wo der Boden feucht und lehmig ist. Das eigenständige sammeln von Ackerschachtelhalm bedarf einiger Kenntnis, da andere giftige Schachtelhalmarten ihm sehr ähneln.

Daher ist hier Vorsicht geboten!

Besonders auf sehr feuchten Wiesen und in sumpfigen gebieten gedeit auch der Sumpf-Schachtelhalm recht gut, der dem Ackerschachtelhalm ähnlich sieht, aber auf Grund seines Gehaltes an Alkaloid, Thiaminase und Nikotin grundsätzlich als giftig gelten muss, mindestens jedoch als ungesund gilt. Vergiftungserscheinungen beim Menschen sind laut Wikipedia jedoch nicht bekannt.

Im Zweifel sollte man von einer Ernte auf nassen Wiesen und vor allem in Uferbereichen und Sumpfgebieten absehen. Eine Übersicht über die bekannten Schachtelhalm-Sorten findet man auf Wikipedia.

Acker-Schachtelhalm ernten

Ernten kann man ihn im Frühsommer. Es werden nur die grünen und unfruchtbaren, sogenannten sterilen Triebe geerntet. Diese schneidet man kurz über dem Erdboden ab, und lässt sie gebündelt an einem trockenen luftigen Ort solange trocknen, bis die Seitenzweige sich leicht abbrechen lassen.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Die Hauptwirkstoffe des Ackerschachtelhalms sind Kieselsäure, Saponine, Alkaloide, Kaliumsalze und Aluminium. Somit reichert er das Blut mit Kalzium, Eisen und anderen Spurenelementen an und ist äußerst hilfreich bei jeder Art von Blutverlust. Dies wurde bereits in der Antike erkannt und auch durch Sebastian Kneipp festgestellt. Er setzte den Ackerschachtelhalm neben der Wundheilung auch bei Rheuma und Gicht ein. In Zusammenhang mit Brennnessel soll der Ackerschachtelhalm den Hämoglobingehalt der roten Blutkörperchen erhöhen können.

Erkältung, Husten, Blase und Nieren

Ebenso gilt er sehr hilfreich bei Entzündungen der Niere und Blase und auch bei Husten und rheumatischen Beschwerden. Hier wirkt unter andem die harntreibende Wirkung, die dazu führt, dass der Körper Wasser abgibt, ohne den Elektrolythaushalt zu beeinträchtigen. Außerdem wirkt er knochen- und gewebebildend wegen der recht hohen Anteile von löslicher Kieselsäure.

Auch als Bad geeignet

Besonders zu empfehlen sind sowohl Vollbäder mit Ackerschachtelhalm, als auch Sitzbäder. Zudem kann er innerlich als Tee, Umschläge und Mundspülungen Anwendung finden.

Gut für die Seele

Längst in Vergessenheit geraten ist seine ausgesprochene Heilwirkung auf die Nerven, wenn diese in Zusammenhang mit den Nieren steht. Störungen der Niere lösen oft bei den Betroffenen Depressionen, Wahnvorstellungen und Tobsuchtsanfälle aus. Behandelt man die Nieren bei Störungen mit Ackerschachtelhalm, so verschwinden auch die Begleitsymptome.

Ab einem bestimmten Alter sollte man sich zur Gewohnheit machen, täglich eine Tasse Ackerschachtelhalmtee zu trinken, denn dadurch verschwinden alle Rheuma, Gicht und Nervenschmerzen, sagte der Schweizer Pfarrer Johann Künzle.

Wichtig

Die vorstehenden Informationen wurden durch sorgfältige Recherche zusammengetragen. Sie ersetzt aber keinesfalls den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker. Besonders bei schweren oder dauerhaften Erkrankungen sollte ein Arzt aufgesucht werden.