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Wissenswertes über den Ackerschachtelhalm

Wilder Ackerschachtelhalm
Wild wachsender Ackerschachtelhalm
Latein: Equisetum Arvense
Bild von AnRo0002 (Eigenes Werk) [CC0],
via Wikimedia Commons

Diese Webseite bietet Ihnen die wichtigsten Informationen zu einer Pflanze geben, die heute unter vielen Namen bekannt ist und ebenso viele Wirkungen und Verwendungszwecke besitzt.

Der Ackerschachtelhalm  (lateinisch: Equisetum Arvense) wird unter anderem auch als

  • Acker-Zinnkraut,
  • Zinnkraut,
  • Scheuerkraut,
  • Polier-Kannenkraut,
  • Katzenwedel,
  • Schaftheu oder
  • Pferdeschwanz

bezeichnet. Wie der Name bereits vermuten lässt, gehört die Pflanze zur Gattung der Schachtelhalme.

Äußerlich betrachtet ist der Acker-Schachtelhalm eine eher unauffällige Pflanze. Er erreicht eine Höhe von durchschnittlich 30 Zentimetern, mehr als 50 Zentimeter sind es jedoch nie. Der Durchmesser eines Triebs beträgt etwa drei bis fünf Millimeter, wobei jeder dieser Triebe in großer Anzahl verzweigt ist. Weniger bekannt ist, dass der Acker-Schachtelhalm im Frühjahr zunächst einen Trieb mit einer Art Blüte austreibt (fertiler Trieb), die nach ungefähr einem Monat abstirbt. Anschließend kommen die typischen, grünen Triebe, die keinerlei Fortpflanzungsfunktion (steril) besitzen.

Wo findet man den Ackerschachtelhalm?

Der Ackerschachtelhalm findet sich auf der Nordhalbkugel unserer Erde in vielen verschiedenen Regionen, inzwischen wurde er aber auch in Australien, Neuseeland und sogar in Südafrika eingeschleppt. Er verträgt viele verschiedene Klimaausprägungen, unter anderem arktisches Klima, aber auch submediterranes Klima.

Bei uns in Zentraleuropa ist der Ackerschachtelhalm - wie der Name bereits vermuten lässt - vorwiegend als Ackerpflanze bzw. Ackerrandgewächs bekannt. Besonders wohl fühlt er sich an feuchten Wiesenrändern, Böschungen und Gräben, die sich neben den Äckern befinden. Sehr gerne hat der Ackerschachtelhalm auch Staunässe, wodurch er bei Landwirten auch als Indikator dafür genutzt wird.

Ist der Ackerschachtelhalm ein "Unkraut"?

Leider gilt die Wildpflanze heute insbesondere in der Landwirtschaft als Schädling bzw. sogenanntes "Unkraut" und wird daher entsprechend bekämpft. Sie erwies sich in der Vergangenheit aber als besonders Robust unter den Wildpflanzen. Es wird daher kaum einem Landwirt gelingen, den Ackerschachtelhalm völlig von seinen Feldern zu verbannen. Der Ackerschachtelhalm ist ein gutes Beispiel dafür, dass es kein Unkraut gibt, sondern dem Grunde nach alle unerwünschten Pflanzen "Wildkräuter" sind, die durchaus ihren Nutzen haben können.

Neben der Anzeigefunktion für Staunässe weist das Vorkommen größerer Mengen von Ackerschachtelhalm auch auf eine Bodenverdichtung hin, die beispielsweise durch schwere landwirtschaftliche Maschinen ausgelöst sein kann und die auch auf eine schlechte Befruchtungsfähigkeit in der Zukunft hinweisen kann. Daher spricht man im Zusammenhang mit dem Ackerschachtelhalm von einer sogenannten "Zeigerpflanze".
Auch kann der starke Bewuchs mit Ackerschachtelhalm ein Indiz für einen geringeren Anteil an Bodenbewohnern wie beispielsweise Regenwürmern, Wühlmäusen, Maulwürfen und andere sein. Diese Bodenbewohner sorgen ebenfalls für eine Auflockerung des Bodens.

Andere Länder, andere Sitten

Während der Ackerschachtelhalm bei uns vor allem als Schädling und "Unkraut" angesehen wird, dient er in anderen Ländern sogar als Gemüsepflanze. Bestes Beispiel dafür ist Japan. Hier ist der Ackerschachtelhalm sehr beliebt und wird bewusst als Gemüse angebaut.

Ackerschachtelhalm als Pflanzenschutz

Was viele nicht wissen: Die Pflanze kann als Stärkungsmittel für andere Pflanzensorten dienen, da sie einen besonders hohen Gehalt an Kieselsäure besitzt. Stellt man einen Auszug oder einen Tee aus Ackerschachtelhalm her, kann dieser sogar als Pflanzenschutzmittel für andere Gewächse verwendet werden. So helfen die darin enthaltenen Substanzen beispielsweise gegen Schädlinge wie den Mehltau, der regelmäßig besonders Obstgehölze befällt. Der Hersteller von Düngemitteln, Neudorf, bietet beispielsweise ein solches Konzentrat fertig an.

Unterstützt die ökologische Landwirtschaft

Seit die ökologische Landwirtschaft in Deutschland und Europa auf dem Vormarsch ist, erlebt auch der Ackerschachtelhalm eine Renaissance. Er dient zum Beispiel in Form eines Extraktes zum Beizen des Saatgutes für ökologischen Anbau.
Das bedeutet: Der Ackerschachtelhalm wird dazu verwendet, das Saatgut vor Krankheiten und Schädlingen zu bewahren. Dies kann er bemerkenswert gut. Zwar kommt der Ackerschachtelhalm noch nicht an die Schutzfunktion chemischer Substanzen heran, dafür ist er viel umweltfreundlicher und kann somit auch im strengen ökologischen Landbau eingesetzt werden.

Ackerschachtelhalm als Heilpflanze

Ebenfalls weitgehend in Vergessenheit geraten ist: Der Ackerschachtelhalm ist auch eine hervorragende Heilpflanze. Man spricht ihm vielfältige Wirkungen zu. Insbesondere die darin enthaltene Kieselsäure gilt als sehr wichtiger Baustein unseres Lebens. Kieselsäure ist im Ackerschachtelhalm in hoher Konzentration vorhanden: Man merkt die kleinen Kristalle beispielsweise dann, wenn man eine Pflanze des Ackerschachtelhalms zwischen den Zähnen kaut. Dies macht ihn besonders für Sportler interessant.

Heutzutage wird der Ackerschachtelhalm in vielen Kräutertees und Heilteesverwendet. Laut Naturheilkundigen soll er unter anderem gegen Rheuma, Husten sowie Blasen- und Nierenleiden wirken. Näheres dazu in den entsprechenden Artikeln auf dieser Webseite. Wir möchten Sie hier über die vielfältige Anwendbarkeit des Ackerschachtelhalms umfassend informieren und Ihnen Produkte vorstellen, die den Ackerschachtelhalm enthalten. Sie werden erstaunt sein, welche Erfolge mit dieser Pflanze erzielt werden können, und wie groß die Bandbreite dieser Wirkungen ist. Folgen Sie uns auf eine faszinierende Reise in die Welt des Ackerschachtelhalms!

Mönchengladbach, den